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Stadt Königsbrunn  |  E-Mail: info@koenigsbrunn.de  |  Online: http://www.koenigsbrunn.de

Energienutzungsplan - die Sonne ist die Zukunft!

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Vor einem Jahr startete die Stadt Königsbrunn mit der Fachhochschule Kufstein den  Energienutzungsplan. Jetzt kamen die Projektleiter und Fachleute, aber auch Vertreter ausGrossansicht in neuem Fenster: enp Politik und Wirtschaft zu einem weiteren  Expertenworkshop im Rathaus zusammen. Stadtbaumeisterin Martina Illgner hatte dazu auch das Wissenschaftsteam der Fachhochschule Kufstein wieder eingeladen. Christian Huber und Projektleiter Martin Tschurtschenthaler präsentierten die ersten Ergebnisse ihrer bisherigen Analysen.

Auf dieser Datenbasis erarbeiteten die Teilnehmer in vier Arbeitsgruppen weitere Schritte. Das FH-Team hatte  eine Bestandsaufnahme in der Stadt gemacht. Ziel ist es, ein Gesamtkonzept mit Synergieeffekten und langfristigen Einsparmöglichkeiten zu erstellen. Aktuell habe Königsbrunn einen Energiebedarf von rund 260 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, bis zum Jahr 2035 werde der bei gleichbleibenden Voraussetzungen auf 270 Millionen kWh steigen. Dabei werden 67,5 Prozent der Gebäudeflächen als Wohnflächen genutzt. Fünf Prozent sind in kommunaler Hand und der Rest der Gebäudeflächen werden als Industrie-, Handwerks und Gewerbeflächen genutzt.

Grossansicht in neuem Fenster: Enp835In der Stadt gibt es Gebiete mit hoher Energiedichte, die sich für zentrale Wärmnetze anbieten würden. Optimal wären Nutzungen und Kooperationen über die Stadtgrenze hinaus. Das größte Potenzial sah Tschurtschenthaler im Ausbau der Solarenergie. Damit zeichnet sich der Weg, das Konzept des Energienutzungsplanes in Richtung  dieser Technik ab.

Das Potenzial der Solarenergie ist vorhanden. Denn rund 60 Prozent der 940 000 Quadratmeter Dachfläche in der Stadt sind für Solaranlagen, laut Analyse, geeignet. Die durchschnittliche  Sonneneinstrahlungsenergie wird mit 1150 kWh kalkuliert. Der Sonnenatlas für die größte Stadt im Landkreis geht davon aus, mit Solarthermie 54.360 MWh und mitGrossansicht in neuem Fenster: Enp836 Fotovoltaik 93.071 MWh Energie produzieren zu können. Momentan gibt es über 420 Sonnenstromanlagen in der Stadt, die nach einer Analyse 1.713 MWh Strom produzieren. In zwei Monaten werden die Ergebnisse der Fachhochschule öffentlich vorgestellt.

„Es ist eine kommunale Aufgabe, die Bürger für das Thema Energie und Umweltschutz zu sensibilisieren", sagte Margit Spöttle, die neue Klimaschutzbeauftragte des Landkreises. „Königsbrunn geht hier voran, das ist wirklich innovativ."

Vier Arbeitsgruppen setzten sich themenbezogen mit dem Energienutzungsplan auseinander:
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Die Arbeitsgruppe Wärmenetze erörterte beispielsweise die Möglichkeiten im Abwasserkanalsystem  ein Wärmetauschsystem einzusetzen. Oder wie man mit einem Wärmenetz aus großen Gebäuden wie Schulen die umliegenden Wohnhäuser versorgen könnte. Auch eine Biogasanlage könnte eine Schule oder einen Hort beheizen.

Eine weitere Gruppe beschäftigt sich mit dem Thema Energieeinsparung und dezentrale Anlagen. Schlagworte wie: Energieberatungsgutscheine, Abwrackprämie und Marketingkampagnen wurden hier genannt.

Beim Thema - Stromversorgung unter Berücksichtigung erneuerbarer Energien wurde das Bestücken der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen angeregt, was allerdings längst schon von der Stadt verfolgt wird.Die Windkraft im größeren Stil wird für die Stadt aufgrund deren Lage nicht gesehen, allerdings bedarf es auch hier einer näheren Untersuchung, inwieweit im Verbund mit Nachbarkommunen eine Umsetzung denkbar ist.. Eine Möglichkeit wäre wiederum eine Biogasanlage, die mit Dung betrieben werden könnte.
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Die vierte Gruppe - Politik sieht die Stadt als Multiplikator für die Energiewende. Wichtig seien realistische Ziele, die sich problemlos umsetzen lassen. Ein Anfang wäre eine anbieterunabhängige Energiesprechstunde die man mit dem Angebot des Landkreises vernetzt.

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